...*Advent*...

 

Im Tale sind die Blumen nun verblüht
Und auf den Bergen liegt der erste Schnee.
Des Sommers Licht und Wärme sind verglüht,
In Eis verwandelt ist der blaue See.

Wie würde mir mein Herz in Einsamkeit
Und in des Winters Kälte angstvoll gehen,
Könnt ich in aller tiefen Dunkelheit
Nicht doch ein Licht in diesen Tagen sehn.

Es leuchtet fern und sanft aus einem Land,
Das einstens voll von solchen Lichtern war,
Da ging ich fröhlich an der Mutter Hand
Und trug in Zöpfen noch mein braunes Haar.

Verändert hat die Welt sich hundertmal
In Auf und Ab - doch sieh, mein Lichtlein brennt!
Durch aller Jahre Mühen, Freud und Qual
Leuchtet es hell und schön: Es ist Advent!

(Hilde Fürstenberg)

 

 

...*Durch den Tannenwald*...

Durch den Tannenwald
in der Weihnachtszeit
Geht ein Mann, uralt,
ob es stürmt und schneit.
sägt die Bäumchen ab,
trägt sie huckepack
in die Stadt hinaus
bravem Kind ins Haus.

Durch den Tannenwald
in der Weihnachtszeit
geht ein Mann, uralt,
ob es stürmt und schneit.
Er ist ein guter Knecht,
er machts allen recht,
und im Wald dort draus
heißt er Nikolaus!
 
 

 

 

...*Der Bratapfel*...

 

Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie's knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel,
der Kapfel, der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.
© by Volksgut aus Bayern 

 


 

 

 

 

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