Das Ahrntal (Kasern, Prettau, St. Peter, St. Jakob,

Steinhaus, St. Johann, Weissenbach, Luttach).

 

Geprägt durch die vierzehn Dreitausender, zu deren Füßen es liegt. Wunderschön. Und rauh. Genauso wie das Leben der Tal-Bewohner, der Tölderer. Arme Bergbauern, die sich jahrhundertelang gegen diese Natur wehrten. Die Abgeschlossenheit des Tales bedingte vieles, auch das Brauchtum und den Dialekt, der einzigartig ist in ganz Südtirol. Schon in der Bronzezeit haben die Menschen hier nach Kupfer geschürft.

 

Im Mittelalter dann hatte das Prettauer Bergwerk wesentlichen Anteil am Aufschwung des Tales, der fünf Jahrhunderte lang anhielt. Prettau und Steinhaus sind heute noch voller nobler Bauten, die damals von den Inhabern des Ahrner Handels errichtet wurden. Im Faktorhaus mit seinen Erkern und Gewölben sind heute Post und Gemeindeamt untergebracht Dann, mit der Kupferschwemme aus Amerika, wurde das Bergwerk aufgelassen. Heute ist der über 1000 m lange Ignaz Erbstollen als Teil des Südtiroler Bergwerksmuseum für die Besucher wieder zugänglich. Einmal in den Berg eingefahren, kann man auf zwei Rundgängen die einstige Knochenarbeit der Knappen kennen lernen. Teil des Besichtigungsprogramms ist die Zementkupferproduktion im Stollen. Als das Kupferbergwerk 1893 stillgelegt wurde, erlernten die Prettauerinnen in Wien das Klöppelhandwerk, das dann von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Noch immer ist es willkommener Nebenerwerb, genauso wie das Masken- und Wurzelschnitzen. Bergsteiger und Wanderer finden hier ein Paradies.

 

Die schneebedeckten Spitzen der Zillertaler Alpen und Hohen Tauern, Dreiherrenspitze (3499 m), Rörspitze (3495 m) oder Rauchkofel (3252 m), gewagte Übergänge in die Nachbartäler, ausgedehnte Almen, den Waldnersee (2338m), der brüllend Unwetter ankündigt und das Hundskehljoch sind nur einige der Möglichkeiten. Genauso beeindruckend sind Spaziergänge durch die Gegend, den von Wildbächen zerfurchten Hängen entlang, hin zu uralten Häfen aus gedunkeltem Holz, anderen Söllern leuchtend rot die Geranien hängen, oder in die Seitentäler des Tauferer Ahrntales, wo es die steilsten Höfe Südtirols gibt.

 

Im Tauferer Ahrntal gehen Natur-Impressionen, Wanderrouten und Dreitausender nicht aus. Vom ursprünglichen Tal bis ins ewige Eis der Gletscher finden Wanderfans neues Gipfelglück. Vier mal pro Woche geht’s mit erfahrenen Guides in den Naturpark Rieserferner-Ahrn zu aussichtsreichen Höhenwanderungen, Wanderungen am Knappensteig rund um das Bergwerk Prettau oder zu aufregenden Wildbeobachtungen. Das neue Naturparkhaus in Sand in Taufers zeigt die grenzenlose Vielfalt dieser schützenswerten Bergwelt. Ein Tipp für Genießer ist die Rundwanderung von Sand in Taufers zu den drei imposanten Reinbachwasserfällen: Über 40 m stürzen die milchig-weißen Wasser- und Gischtmassen in die Tiefe. Egal, welchen Weg man einschlägt – hunderte Kilometer Wege führen auf romantische Almen. Nicht nur bei Hüttentouren ist eine gesellige Einkehr vorprogrammiert, sind doch insgesamt 50 Almen bewirtschaftet und laden mit Südtiroler Schmankerln zum „Hochgenuss“ ein.

 

 

Seehöhe der Ortschaften

. Luttach 969 m

. St. Johann 1017 m

. Steinhaus 1052 m

. St. Jakob 1194 m

. St. Peter 1365 m

. Prettau 1467 m

. Kasern 1600 m

 

 

 

 

 

 

WANDERVORSCHLÄGE

 

Wir möchten Ihnen gerne eine Auswahl der vielen Wanderungen rund um den Klausberg vorstellen. Einige der Wanderungen führen durch den Naturpark Rieserferner-Ahrn. Wir bitten Sie um entsprechendes Verhalten. Die Schwierigkeitsbewertung der Wanderung gilt für normale Verhältnisse. Bei Nässe, Schnee und Schlechtwetter kann sich die Schwierigkeit deutlich erhöhen. Die Gehzeiten sind Richtwerte die je nach Können und Kondition deutlich über- oder unterboten werden. Als Wanderkarte ist die Tabacco-Wanderkarte 1:25000, Blatt Nr. 035 (Ahrntal-Rieserfernergruppe) oder die Wanderkarte 1:25000 vom Tourismusverein Ahrntal zu empfehlen. Die Karten sind im Ahrntal fast überall erhältlich.  

 

   

 

Die Reinbachfälle

 

An die hundert Meter lang und ebenso tief. Hier tosen einige der schönsten Wasserfälle Südtirols. Der erste davon ist zehn Meter hoch und sehr breit, mit all seinen Wassermassen beeindruckt er tief. Der zweite ist höher, steiler und noch wilder. Der gewaltigste aber ist der Dritte, der über eine senkrechte Schluchtwand 42 Meter in die Tiefe stürzt. Sie sind einfach erreichbar und für jeden Besucher ein lohnendes Ziel. In der Schlucht befinden sich noch weitere Fälle, die allerdings sehr schwer zugänglich sind.

 

Erreichbarkeit:

Von der Häusergruppe Winkel östlich von Sand in Taufers (862 m) auf dem Weg Nr.2 zu den Wasserfällen und weiter zum Gasthof, Toblhof (1054 m).

Höhenunterschied: 200 m

Gehzeit: 1 Stunde

 

Klaussee: 2162m

 

Weg Nr. 33 - 1,5 bis 2 Stunden - 530 Höhenmeter

Schöne, leichte bis mittelschwere Wanderung zum schönsten Bergsee in der Durreckgruppe.

 

Von der Bergstation Klausberg an der Speck- und Schnapsalm vorbei zur Baurschschafthütte und weiter zum Klaussee.

Von dort kann man zum Rauchkofel oder zur Breiten Rast weiterwandern

 

 

       

Breite Rast: 2098m

 

Weg Nr. 33b - 1 bis 1,5 Stunden - wenig Höhenmeter ab Klaussee

Idealer Weiterweg vom Klaussee zurück zur Bergstation

Vom Klaussee über Moränenhügel an einem verfallenen Stall vorbei und bei herrlicher Aussicht auf die Zillertaler Alpen zur Breiten Rast von dort kann man zur Bergstation der Kabinenbahn absteigen oder weiterwandern über Großklausen, Ploden nach St. Jakob oder Steinhaus. (Weg Nr. 7)

 

 

       

 

Niederhofer Alm: 1603m

 

Weg Nr. 33a - 1,5 bis 2 Stunden - wenig Höhenmeter

Sehr leichte Wanderung zu einer bekannten Almhütte mit Einkehrmöglichkeit, es ist nur sehr wenig Höhenunterschied zu bewältigen.

Von der Bergstation Klausberg auf breitem Weg zum Restaurant Almboden, von dort weiter an einer romantischen Alm vorbei und durch Lärchenwälder zur Niederhofer Alm. Von dort kann man in ca. 2 Stunden nach St. Johann absteigen oder über den selben Weg zur Bergstation der Kabinenbahn zurückwandern.

 

 

       

Rauchkofel: 2610m

 

Weg Nr. 33 - 3 bis 3,5 Stunden - 1000 Höhenmeter

Schwere Wanderung zum Hausberg vom Klausberg. Idealer Aussichtsberg (Dolomiten, Zillertaler Alpen, Durreck und Rieserfernergruppe).

 

Von der Bergstation Klausberg zum Klaussee. Von dort weiter auf gutem Wege in die Klausscharte und von dort in ca. 20 min zum Gipfel (ab Klausscharte leichte Blockkletterei)

Absteigen kann man über den Aufstiegsweg oder

Tip: Vom Rauchkofel über den Obersteiner Holm nach Luttach oder über das Pojental nach Sand in Taufers absteigen (herrliche Kammwanderung,

noch mal 3-4 Stunden Gehzeit)

 

 

 

Hochfeld 2296m und Bärental 1837m

 

Weg Nr. 2, 7a und 7 - 3 bis 5 Stunden - 700 Höhenmeter

Lange, manchmal schwierige aber abwechslungsreiche uns sehr schöne Wanderung.

Von der Bergstation Klausberg auf dem Weg Nr. 2 ins Großklausental zur Moserebene, von der dortigen Almhütte 1847m, auf dem Weg Nr. 7a zur Grubenalm 2040m. Von der Grubenalm den Markierungen folgend, teilweise weglos, zum Hochfeld aufsteigen. Vom Hochfeld wieder den Markierungen folgend hinab zur Hochfeldalm (bewirtschaftet, Jausestation) Achtung: Bitte unbedingt den Markierungen folgen, der Weg vom Hochfeld zur Hochfeldalm ist in allen Wanderkarten falsch eingezeichnet. Von der Hochfeldalm entweder nach St. Jakob absteigen oder über die Pferraböden zurück ins Großklausental und nach Steinhaus oder St. Jakob absteigen. Man kann auch durch das Bärental direkt nach St. Jakob absteigen.

 

 

 

Wanderkarte 1:25000 Tourismusverein Ahrntal

 

 

 

 

 

 

 

 
 

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