zwische Brigach un Breg, de beide Quellflüss vu de Donau, vu St.George (St.Georgen)

über Villinge (Villingen) dur’s Brigedaal (Brigachtal)
bis ge Eschinge (Donaueschingen), un vu Hifinge (Hüfingen) bis ge Briilinge (Bräunlingen).

Schwarzwald-Baar hoeßt iisern Landkreis,mir lieget grad im Grenzland zu iisere Nochbere de Schwobe.

Vu de Sproch her gsehe goht genau bi iis e Nord-Süd - un e Ost-Westgrenz durch.

Me schwätzt do älle baar Kilometer anderscht.

 

von A bis Z:   mit Villinger Dialekt durch den Frühling

Aurikele

Frühlingsblume, Primelgewächs, im Volksmund auch Himmelschlüssele

aper

schneefrei, abgetaute Flächen in der Schneedecke

Badengele

Schlüsselblume, Primelgewächs, auch Himmelschlüssele

Brunne’gresse

Wildsalat, an Fließgewässern, reich an Vitamin C, schmeckt etwas bitter

Brunne’wisle maie

erste Mahd, erster Schnitt der Wiese beim Haus

Christ’ros

Christrose, schwarze Nieswurz, blüht in unserer Gegend Februar bis Mai

Dotter’blueme

Sumpfdotterblume, an Bachläufen und an feuchten Stellen

Eile

Gelege, Vogeleier, Ostereier usw

Fehn’fischle

Wolkenformation, zeigt den kommenden Föhn, Fallwind an

Gold’gleckle

Forsythie, beliebter frühblühender Gartenstrauch

grien & gäel

die Farben des Frühlings

Himmel’schlüssele

Name für fast alle Primelgewächse

Hurscht

Gebüsch, Hecke am Wegrand oder Feldrain

Ilge

Lilie, Volksname für Narzissen, Osterglocken

Immle

Bienen, Immen, fleißige Insekten

Jude’zibele

Volksname für Bärlauch, Waldknoblauch

Kätzle

Blüten der männlichen Salweide, Weidenkätzchen

Kitzle

junges Reh, oder Geißenjunges

Kuchischelle

Küchenschelle, selten gewordene Frühjahrsblume, Hahnenfußgewächs

Lämmle

junges Schaf, Ostergebäck

Leber’bliemle

Hahnenfußgewächs, blüht im zeitigen Frühjahr

Maie

erstes Grün, Strauß aus blühenden Zweigen

Maie’stecke

1) Schabernack auf den 1. Mai, (Walpurgisnacht)

der Liebsten

2.)Brauch, jg. Burschen stecken einen Strauß ans Fenster oder Dach

Maie’resle

Maiglöckchen, Liliengewächs

Märze’lisele

Sommersprossen, treten auf mit den ersten intensiven Sonnenstrahlen

Nischt’kaschte

Brutkasten als Nisthilfe der Höhlenbrüter, z.B. Meisen, Stare, Rotschwänzchen

Neschtle

Vogel- oder Osternestchen

Oschter’blueme

Volksname für Narzissen, oder auch Busch-Windröschen, Hahnenfußgewächs

Oschter’butzete

Frühjahrsputz, vermehrte Reinigungsaktivitaet nach der Winterzeit

Paasele

Stiefmütterchen, von französisch: Penseé

Pfrieme

Ginsterstauden, versch. Arten z.B. Besenginster

Quape

Kaulquappen, Entwicklungsstufe der Frösche

Rabunzle

Feldsalat, Ackersalat, heißt mancherorts auch Sonnewirbele

Sur’hampfle

Sauerampfer, die jungen Triebe eignen sich gut als Suppen- und Salatzutaten

Sunne’wirbe

die jungen Blattrosetten des Löwenzahn, als Salat zu verwenden

Troll’blueme

Hahnenfußgewächs, im Volksmund auch Butterrollen

Uus’triib

Zeit des Knospens

Viigele

Veilchen, duftende Frühlingsblume

Vrenele

Ehrenpreis, Rachenblütler, Veronika (der Lenz ist da)

Wald’moeschter

Waldmeister, Labkrautgewächs, wird verwendet zu Maibowle

Weg’soercher

Volksname für verschiedene Pflanzen z.B. Löwenzahn

xottene Eier

eigentlich g’sottene, gekochte Eier, Ostereier

Ysop

Eisenkraut, wird als Würzkraut verwendet

Zeringgê

Volksname für Flieder, von lateinisch: Syringa

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Eine lustige kleine Anregung für Ihre touristischen Unternehmungen in der Stadt Villingen

zerscht mol Grüeß Gott bi iis z’Villinge  =  (Herzlich willkommen in Villingen)

Sie kennet bi iis  = ( hier können Sie )

im Kurgaarte umenand’dappe un ämel au re Blosmusik zuelose            
(Im Kurgarten lustwandeln oder dem Konzert einer Musikkapelle lauschen) 

im Kneipp’brunne bim Kloster mit de Ärm rumschwadere 
(Im Brunnen beim Kloster St.Ursula ein Kneippsches Armbad nehmen)

 i de Rietstross oder i de Obere Stross uf e Bänkle hocke un usgruebe
(In der Fussgängerzone auf einem Bänkchen ausruhen)

 uf de Ussichtsturm nufstiege, un g’hörig beischte müesse           
(Auf den Aussichtsturm steigen und dabei evtl. ausser Atem kommen) 

oeme dur e Stadtmuur’dörle schlupfe
(durch eine der zahlreichen Maueröffnungen gehen) 

am Walkebuck hinne feschtle
(in der Südstadt, hinten am Walkebuck, an einem Sommerfest teilnehmen) 

häelinge in e Huus’eere  nischächle
(heimlich in einen fremden Hausflur schauen) 

i de Alage fitzikabeberle
(in den Grünanlagen pousieren (bei vertrauten Personen evtl. mit Handgreiflichkeiten)) 

am Uhustei rumkraxle un amend en Schlenz is Hosefidle riisse
(am Uhustein herumsteigen und dabei evtl. den Hosenboden zerreissen) 

am Obed mit sine Spezi i re Beiz oener bechere
(am Abend mit Freunden in einer Kneipe etwas trinken) 

is Museum gau un loschoore wa dert exbliziirt wurd
(ins Museum gehen und zuhören was einem dort erklärt wird)

um d’Stadtmuur rumseggle bis mr fidledrimlig wurd oder in e Hundekegel dappt
(auf dem Fussweg um die Stadtmauer joggen bis man schwindelig wird oder in Hundekot tritt) 

s Duube fuettere i de Stadt sott me bliibe lau
(Tauben zu füttern ist innerhalb der Stadtmauern nicht erlaubt) 

mr ka i oem vu 30 Brunne i de Stadt zuelose wie’ner plätscheret
(man kann in der Stadt 30 Brunnen rauschen hören) 

vu me urige Schpeckbrettle mit me Schpeck’bschteck en Schwarzwälder Schinkeschpeck veschpere
(auf einem rustikalen Vesperbrett mit einem scharfen Messer Schwarzwälder Schinkenspeck essen)

Kinder kennet uf de Bolzplätz rumkoebe
(Kinder können auf Spielplätzen herumtollen)

oder au emol uf de Brigach oder ufem Iisweiher Gämperle fahre
(oder auf der Brigach oder dem Eisweiher Floss (Boot) fahren) 

Bi Froge   (bei Fragen)http://www.alemannisch.de     

  
 
 
 
 
 
 
 
 

Nind wie schaffe

die ganz Ziit

kumm me fahret furt

leischtet uns au emol ebbs

damaer wider wisset wa lebe heisst. 

 

Herrgott isch dees Ziig teier

S Geld isch furt un wa hommer ghet?

Kumm me fahret wider homm

daß d Miete rentiert

 

 

 

 

 

Muetter sii

 

Muetter sii, des chasch it lehre,

 

Muetter des duesch eifach were.

 

Isch di erscht Chind gebore,

 

denn bisch au du Muetter wore.

 

E Muetter, die lieb hät, vezichtet, wacht,

 

die do isch für die Chinder Tag un Nacht,

 

die it nu immer a sich selber denkt,

 

die zruckstellt Beruef, Karrier un Geld.

 

Nur bscheide emol Husfrau duet sii,

 

wo Chinder sin Inhalt un Sunne-Schii.

 

Viel Sunneschii ischs was s Herz begehrt,

 

un macht des Lebe lebenswert.

 

 

 

 

Im Wald 

Wenn di Sorge ploge un ders herz verdrucke,

dann gang in isern Wald, der holft ders schlucke. 

Wenn de Rueh bruchsch un d`Kraft drus, loß des Jommere – gang nus!

 Muesch vor de Sunn uffstau un nusgau. Un nimm Nämed mit, nu so häsch Glick. 

De Nebel lit no uff de Wise wi e Matte, di kon Mensch hebe ka.

Do scho zupft On dra un lupft se a, will de Tag nimme länger warte ka. 

Jetz stosch im wald mit nasse Füeß, spürsch de Bode wi e Fell,

un wenn de nuffgucksch, ischs dert hell. Un ganz obe rufet se d`Sunne.

Du siesch se nit, aber gli wird se kumme. Z`erscht langt se mit zarte Fingerle dur de Wald –

Silbrig un e wenig nervig.Deno nimmt sen mit Gewalt,

goht bis an de Bode un setzt dert Lichter na, di immer größer weret un kon me wegneme ka.

S`isch hell! Un dur d`Bäm blinzelt d`Sunne. D`Luft wird warm, s`kummet Farbe uff. 

De ganz Wald isch plötzli lebig, Vögel pfife, z`erscht lisle un wenig,

deno me un luter.S`isch trotzdem e Rueh, wi se nirgends findsch.

De wald sachwätzt nit, er loset! Un Du kriegsch jetz Luscht uff wa??

Uff den Tag, uffs Lebe!

 

 

 

 

 

Ohni Gränze

 

 

mit diene Gedanke

 

kunsch iberall hi,

 

in dr Fantasie.

 

Dr kasch bis zue de Wolke fliage,

 

nu mitem Wind umenanderziage.

 

B’suechsch au dr Mann im Mond,

 

un luegsch wia er wohnt,

 

un was er alles schafft,

 

wänn mir schlofe z’Nacht.

 

Luegsch wu dr Wäg in Himmel goht,

 

un wu dr Paradiesgarte schtoht.

 

Un ebb dr Ängel mit sim Schwert,

 

is immmer no dr Igang verwehrt.

 

Wänn dr g’nueg g’säh hesch,

 

no gohsch wieder heim.

 

Hämmer scho kei Paradies,

 

so hämmer doch Blueme un Baim.

 

 

  

 

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